Auf den Geschmack gekommen – Das richtige PIM-System für Kambly

Zusammen mit der a&f systems etabliert die Kambly SA das PIM von Lobster. Jedoch nicht im herkömmlichen Sinn. Wir stellen Ihnen das Projekt im Interview vor.

Auf den Geschmack gekommen – Das richtige PIM-System für Kambly

Ob himmlisch feines Süssgebäck oder knuspriges Salzgebäck – die Kambly SA Spécialités de Biscuits Suisses lässt in Punkto Feingebäck kaum Wünsche offen. Und ist mit ihrer traditionsreichen Geschichte nicht nur Naschkatzen ein Begriff. Denn bereits seit 1910 werden bei Kambly nun in der vierten Generation Biscuits aller Art hergestellt. Heute hat das Unternehmen über 100 Sorten im Sortiment, die in mehr als 50 Länder exportiert werden.

Kambly – Ein Projekt in zwei Akten

Ein umfassendes Sortiment bedeutet gleichzeitig auch umfassende Produktdaten. Damit ein effizientes Arbeiten möglich ist, sollten diese nun einheitlich in einem Product-Information-Management-System (PIM) gesammelt werden. Zudem soll das PIM in Zukunft als zentrale Datenablage dienen. Zusammen mit der a&f systems wurde das Projekt in zwei Teilen konzipiert. In einem ersten Schritt wurden die Systeme definiert, die aktuell am Produkt-Informations-Prozess beteiligt sind. Dies gab Aufschluss darüber, zu welchen Systemen später Schnittstellen gebildet werden müssen oder welche Systeme migriert werden sollen. Am Ende der ersten Phase sollten Produktspezifikationen an Kunden versendet werden können. Der Projektablauf für die erste Phase war folgendermassen geplant:

  • Aufbau PIM Datenmodell
  • Aufbau MAM Datenmodell
  • Definition Importschnittstellen
  • Benutzerverwaltung
  • Migration
  • Ausleitung generischer XML Exporte

Dabei erfolgt die Datenpflege medienneutral. Dieselben Inhalte können also in unterschiedlichen Medien ausgegeben werden und werden nicht durch medienspezifische Formatierungen verunreinigt. Das Datenmodell sollte so definiert sein, dass es möglichst für eine Vielzahl von Produkten und Artikeln verwendet werden kann.

Das zweite Ziel des Projektes ist es, Stammdatenpools wie Xyxle automatisch aus dem PIM zu befüllen. So wird das PIM umso mehr eine zentrale Datenablage. Mit diesem Schritt werden die Projektverantwortlichen voraussichtlich im Herbst starten. Matthias Meyer, Process Engineer SAP bei Kambly SA, erklärt den Projektablauf im Interview:

Herr Meyer, was war die Ausgangslage und warum haben Sie das Projekt ins Rollen gebracht?

Matthias Meyer (MM): Produktdaten sind heute an unterschiedlichsten Orten gepflegt. Im Rezeptursystem, im ERP sowie auf zahlreichen Word- und Excel Listen. Dies ist sehr ineffizient. Das erste grosse Ziel im Projekt war es, Spezifikationen unserer Produkte aus dem PIM auszuleiten. Die Spezifikationen werden anschliessend an die Kunden versendet. Hier haben wir nun das Datenmodell soweit aufgebaut und sind daran, einerseits Daten im PIM zu pflegen und andererseits eine Lösung für den Export zu suchen und einzurichten.

Warum haben Sie sich für die Zusammenarbeit mit der a&f entschieden?

MM: Die a&f systems wurde von Lobster_pim vorgeschlagen. Wir haben uns ein Bild der a&f gemacht und sind zu der Überzeugung gekommen, dass sie der richtige Partner für uns ist.

«Das Projekt ist spannend und gleichzeitig intensiv. Dass die Projektverantwortlichen seitens Kambly so engagiert und tatkräftig bei der Sache sind, macht die Zusammenarbeit mehr als angenehm.»

Christoph Krinninger, Projektleiter a&f systems ag

Gab es Herausforderungen aus Ihrer Sicht?

MM: Natürlich gab und gibt es noch eine Vielzahl an Herausforderungen. Beispielsweise der Export aus dem Rezeptursystem und Import ins PIM war technisch recht anspruchsvoll umzusetzen. Mit der Hilfe des Projektteams a&f / Lobster_pim und schliesslich auch einem Berater von Lobster_data konnten wir die Herausforderung lösen.

Weiter waren und sind wir derzeit noch nicht sicher, ab welchem Zeitpunkt wir die ersten Daten im PIM pflegen können. Heisst, für die bestehenden Produkte ist es kein Problem, aber im Entwicklungsprozess überlegen wir, wann wir genügend Daten haben, damit wir damit ins PIM gehen sollten. Dies ist noch nicht abschliessend geklärt.

Persönlich denke ich aber, dass die grösste Herausforderung ist, dass wir das PIM nicht im klassischen Sinn verwenden werden. Unsere Hauptmotivation war es nicht, klassisch den Webshop zu befüllen, Verpackungen auszuleiten oder auch Kataloge zu produzieren. Wir wollen zuerst einen Ort, an dem verlässlich und konsistent alle Produktdaten zusammenkommen (sozusagen eine «single source of truth») und erst in der Zukunft schauen wir laufend weiter, was wir noch alles mit dem PIM anstellen können.

Wie ist Ihr Fazit zum momentanen Zeitpunkt?

MM: Wie oben erwähnt stehen wir noch vor vielen Aufgaben, damit das PIM wirklich «zum fliegen» kommt. Wenn wir aber in den Rückspiegel schauen, haben wir doch schon einiges geschafft. Wir haben uns vor kurzem im Projektteam selbst gefragt, wie viel weiter wir wären, hätten wir teilweise die Workshops nicht Remote machen müssen. Alle waren sich einig, dass gewisse Dinge auf jeden Fall schneller gegangen wären, hätten wir alle am gleichen Tisch gesessen. Grundsätzlich sind wir nicht schlecht im gesetzten Fahrplan.

Für uns ist klar, dass wir das PIM nicht einfach einführen und es dann unverändert jahrelang läuft. Wir werden im Laufe der Jahre immer und immer wieder neue Anwendungsgebiete erschliessen. Die Weiterentwicklung wird also, ähnlich wie bei unserem ERP, nie wirklich abgeschlossen sein.

«Die Zusammenarbeit ist sehr offen und angenehm und macht Spass. Ich würde a&f auf jeden Fall sofort weiterempfehlen.»

Matthias Meyer, Process Engineer SAP Kambly SA Spécialités de Biscuits Suisses

Wie verlief die Zusammenarbeit mit der a&f bisher?

MM: Die Übergabe von Serge Dillier an Christoph Krinninger als Projektleiter (nach der Anfangsphase des Projekts) hat reibungslos geklappt. Mit Claude Stach haben wir zudem einen kompetenten Techniker an unserer Seite. Die Zusammenarbeit ist sehr offen und angenehm und macht Spass. Ich würde a&f auf jeden Fall sofort weiterempfehlen.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an Matthias Meyer für die ausführlichen Antworten.

Matthias Meyer, Process Engineer SAP Kambly SA Spécialités de Biscuits Suisses

Ihr Ansprechpartner

Christoph Krinninger

System Engineer Applications