Porsche und Contentserv Teil 1: Genau die richtige Lösung

Zusammen mit der a&f systems wurde aus der Suche nach einem Redaktionssystem die Umsetzung eines PIM-Systems.

Porsche und Contentserv Teil 1: Genau die richtige Lösung

Welche Lösung wird wirklich benötigt? Wir erzählen Ihnen, wie bei der Porsche AG aus der Suche nach einem Redaktionssystem die Umsetzung eines PIM-Systems wurde – zusammen mit der a&f systems. In Teil 1 unseres Beitrages lesen Sie, wie das Projekt zustande kam und was die Anforderungen von Porsche an das neue System waren.

Seit etwa einem Jahr begleitet die a&f systems die Porsche AG bei der Implementierung eines PIM-Systems. Dabei war Porsche ursprünglich auf der Suche nach einem Redaktionssystem. Im Rahmen des Digital Readiness Virtual Summits von Contentserv präsentierte die a&f systems als Goldpartner das gemeinsame Projekt in einem spannenden Interview – zusammen mit Jürgen Schäfer, Verantwortlicher für Prozesse und Systeme im Bereich Marketing und Kommunikation bei der Porsche AG.

Porsche und a&f – Zusammenarbeit über Umwege

Wie kommt ein grosser Konzern mit mehreren tausend Mitarbeitern wie die Porsche AG auf ein vergleichsweise kleines Unternehmen wie die a&f systems in der Schweiz? Auf der Suche nach einem Redaktionssystem stiess die Porsche AG zuerst auf WoodWing in den Niederlanden. Nach Anfrage einer Systemdemo verwies WoodWing auf seine Partnerin in der Schweiz – die a&f systems. Nach intensiven Gesprächen mit den Herstellern stellte sich jedoch heraus, dass ein PIM-System die Anforderungen der Porsche AG besser abdeckt. In diesem Fall bot Contentserv das richtige Werkzeug.

Porsche und a&f – Erwartungen und Anforderungen

Mit der Umstellung auf das neue System wollte die Porsche AG von manuellen Prozessen zu einer zentralen und medienneutralen Erstellung ihrer Kundeninformation gelangen. Die Anforderungen auf Markt- und Länderebene waren unterschiedlich, vor allem auch gesetzestechnisch. Auch die Integrität der technischen Daten war für den Fahrzeughersteller ausschlaggebend. Gelangen die Daten automatisiert und ohne händisches Zutun in die einzelnen Systeme, wird es auch keine fehlerbehafteten Übertragungsprozesse mehr geben. Für das Arbeiten im Bereich Kreativagentur war zudem essentiell, dass das weitere Arbeiten mit InDesign stattfinden kann. Inklusive der internen Mitarbeiter werden etwa 300 Personen auf dem neuen System arbeiten. Neben Kreativ- und Textbereichen und der Reinzeichnung auch ein Sprachenteam, das die Lokalisierung der Kundenkommunikation für die einzelnen Märkte sicherstellt. Alle Inhalte, die aus dem deutschen Ursprungsdokument in die einzelnen Märkte publiziert werden, müssen dort entsprechend für die Marktversion angepasst und durch die einzelnen Märkte freigegeben werden. Dabei sollte das neue PIM-System die Porsche AG in allen Prozessen der Erstellung und Publikation von Kundeninformationen unterstützen. Dadurch unterliegen Freigabe-, Übersetzungs- und Publikationsprozesse einzelnen systemgestützten Workflows.

«Es entstand etwas ganz Tolles: Eine super Zusammenarbeit, tiefes Verständnis füreinander. Kein Projekt funktioniert ohne Reibung, so kommt man zusammen ans Ziel. Ich freue mich weiterhin auf eine tolle Zusammenarbeit und am Ende stellen wir etwas Grosses auf die Beine!»

Jürgen Schäfer, Verantwortlicher für Prozesse und Systeme im Bereich Marketing und Kommunikation bei der Porsche AG

Porsche und a&f – Stolpersteine und Lösungen

In einem Projekt dieses Umfangs sind Hürden unvermeidbar. Oftmals ergeben sich bestimmte Anforderungen erst während des Projektverlaufes. Im Fall von Porsche gab es drei spezielle Herausforderungen. Zum einen gibt es im Bereich Automobil viele verschiedene Modelle und damit auch unterschiedliche Daten, sowohl auf Modell- als auch auf Derivatebene. Dies bedeutete konkret, dass Porsche seine Kommunikation für die technischen Werte sehr spezifisch pro Derivat ausrichten muss. Durch den Import der technischen Fahrzeugdaten auf Derivatsebene müssen die importierten Werte durch eine sogenannte »Pull-up-Logik« von unten nach oben vererbt werden können.

Zum anderen war das Thema aggregierte Werte (Von- Bis-Werte) im Datenmodell ein wichtiger Punkt. Emmissions- und Verbrauchswerte müssen bei der Bewerbung von drei bis vier Fahrzeugderivaten nicht einzeln angegeben werden, sondern in einer Von- Bis- Spanne. Dies verhindert die Auflistung individueller Werte für jedes einzelne Derivat.  

Die dritte und grösste Herausforderung lag in der dynamischen Layoutvererbung. Durch die Ausleitung in 15 verschiedene Sprachvarianten ist der Pflegeaufwand entsprechend hoch. Ein Automatismus, der die Änderungen im Layout im InDesign Masterdokument auf die einzelnen InDesign Sprachvarianten vererbt, ist ein unerlässliches Hilfsmittel.

Die unterschiedlichen Märkte erfordern entsprechend viele Anpassungen. Änderungen, die im deutschen Ausgangsdokument ausgeführt werden, müssen in allen sprachspezifischen Dokumenten berücksichtigt werden können.

Wie die entsprechenden Anpassungen im PIM-System der Porsche AG zur Anwendung kommen, sehen Sie im Video unten.

Porsche und a&f – ein Ausblick

Das gemeinsame Projekt der Porsche AG zusammen mit der a&f systems ist noch nicht abgeschlossen. Kein Projekt verläuft ohne Reibung, in diesem Fall sorgten die zusätzlichen Entwicklungen für eine noch intensivere Zusammenarbeit. Zwischen Christoph Krinninger, Projektleiter seitens a&f und Jürgen Schäfer hat sich ein kollegiales Verhältnis entwickelt und beide freuen sich darauf, das Projekt gemeinsam zu einem Erfolg zu bringen.

Jürgen Schäfer

Jürgen Schäfer, Verantwortlicher für Prozesse und Systeme im Bereich Marketing und Kommunikation bei der Porsche AG

Das ganze Interview sehen Sie hier:

Ihr Ansprechpartner

Stefan Schärer

Head of Sales & Marketing, Co-Owner, Member of the Executive Board